Tous ensemble-Blog
Französisch unterrichten mit Tous ensemble

La première leçon de français après les vacances? Avec plaisir!

Mit vielen schönen Erinnerungen an die Ferien starten wir ins neue Schuljahr. Für die erste Französischstunde habe ich ein paar methodische Ideen zusammengestellt, die auf spielerische Art die Zunge lockern, Vokabular reaktivieren und erweitern sowie die Kreativität und Kooperation der Schüler:innen anregen. So gelingt der Start ins neue Lernjahr gut gelaunt und mit der Leichtigkeit des Sommers!

J’ouvre ma valise et je trouve…

Analog zum Spiel „Ich packe meinen Koffer“ wird nun nach den Ferien der Koffer wieder ausgepackt.  Dabei werden allerhand darin vorhandene Dinge benannt und auf spielerische Art Vokabular reaktiviert und erweitert.

Vorbereitungsphase (Einzelarbeit)

Jede/r Schüler:in schreibt zunächst geheim mindestens 8-10 Dinge auf, die er/sie nach dem Urlaub in ihrem/seinem Koffer findet. Das können Kleidungsstücke und Gebrauchsgegenstände, aber auch originelle „Souvenirs“ sein… In dieser Phase darf gerne ein (digitales) Lexikon genutzt werden.

Spielphase (Kleingruppen)

Zu viert oder zu fünft bilden die Schüler:innen dann in Kleingruppen Bandwurmsätze, in denen jeweils die zuvor genannten Gegenstände der Mitschüler:innen in der richtigen Reihenfolge wiederholt werden müssen. Gewonnen hat die Gruppe, die die meisten unterschiedlichen Gegenstände „auf die Reihe kriegt“. Sie wissen schon…

Dans ma valise, je trouve une brosse à dents, un bikini, un bracelet, un coquillage, une photo de ma copine, un peu de sable, une casquette et …

Ma valise (mots dessinés)

Die Schüler:innen können die Gegenstände in “ihrem“ Koffer auch als „Sketchnotes“ zeichnen und die französische Vokabel dazu schreiben. Diese kreative Wortfeldarbeit kann dem Spiel „J‘ouvre ma valise“ als Think-Phase vorangestellt werden. Sie kann sich aber auch an die Spielphase anschließen, um den nunmehr erweiterten Wortschatz abzubilden oder sie kann unabhängig vom Spiel eine eigenständige Aufgabe (auch: Hausaufgabe) darstellen. In diesem Fall kann die Lehrkraft eine Mindestwortzahl vorgeben…

Jouer –  expliquer – dessiner

Vorbereitungsphase: Die Schüler:innen erhalten kleine Zettel, auf denen sie je ein Wort notieren, das erraten werden soll. Dazu notieren sie jeweils die Wörter „jouer“, „expliquer“ oder „dessiner“ die vorgeben, wie das Wort dargestellt werden soll.

Tipps:

  • Verben kann man gut pantomimisch darstellen, Nomen können gezeichnet oder erklärt werden.
  • Natürlich funktioniert dieses Spiel nur mit bekannten Vokabeln; evtl. ein paar Vokabeln aus dem letzten Band zusammenfassen … Alternativ kann die Lehrkraft eigene Vokabelkarten (z.B. zu den Wortfeldern „vacances“ oder „été“) vorbereiten oder die Karten aus dieser Kopiervorlage nutzen (ab 2. Lernjahr):
  • Für jüngere Schüler:innen sollte das Spiel auf „dessiner“ und „jouer“ reduziert werden; das Erklären von Wörtern in der Fremdsprache ist eher für Schüler:innen der Jahrgangsstufe 9/10 geeignet.

Die Wortkarten werden geknickt und in einem Karton oder Korb gesammelt. Je ein/e  Schüler:in kommt nach vorne, zieht einen Zettel und stellt das Wort in der angegebenen Weise dar. Wer glaubt, das Wort erraten zu haben, klopft auf den Tisch und nennt das Wort. Diese/r Schüler:in darf die nächste Vokabel darstellen.

Vite, vite…

Analog zur Fernsehsendung „Dalli Dalli“ geht es bei diesem Spiel um die Schnelligkeit eines Teams, in begrenzter Zeit (max. 1 Minute) möglichst viele Wörter zu einem Thema zu nennen. Dazu wird die Klasse zunächst in zwei Mannschaften eingeteilt. Jede Mannschaft wählt je zwei Schüler:innen, die gemeinsam diese Aufgabe vor der Klasse bewältigen. Die Anzahl der Beiträge wird von zwei weiteren Schüler:innen gezählt, Doppelungen gestrichen und an der Tafel per Strichliste notiert. Die nächsten Teams bekommen ein neues Thema; das Team mit den meisten Nennungen gewinnt. Die Lehrkraft sollte bei diesem Spiel als Schiedsrichter fungieren und unpassende Wörter aus der Wertung streichen.

Varianten:

Recht schwierig (und daher nur für ältere Jahrgänge zu empfehlen) ist dieses Spiel, wenn es ohne Vorbereitungszeit gespielt wird. Einfacher wird es, wenn alle Schüler:innen das Thema vorab genannt bekommen und dann zunächst ein paar Minuten Vorbereitungszeit (und ggf. ein Lexikon) erhalten. So wird die ganze Klasse aktiviert und die Mannschaften können ihren Kandidat:innen vorab mündlich Wörter liefern, bevor diese auf „den heißen Stuhl“ steigen.

Eine einfachere Variante dieses Spiels besteht darin, dass die Klasse in zwei Teams eingeteilt wird, in denen alle Schüler:innen direkt mitspielen und sich melden können, indem sie z.B. auf den Tisch klopfen oder auf einen Buzzer drücken. Auch bei dieser Variante kann man überlegen, (elektronische) Wörterbücher direkt in der Spielphase zu erlauben.

Zungenbrecher und Wortspiele (franz.: virelangues)

Den Abschluss meiner Ideensammlung bilden ein paar Zungenbrecher und Wortspiele, die Ihre Schüler:innen bestimmt mit viel Spaß und Gelächter wieder fit machen für die französische Aussprache. Ein Wettkampf wird daraus, wenn eine Stoppuhr läuft, während Schüler:innen und Lehrer:in gegeneinander antreten. Wer kann am schnellsten 10 Zungenbrecher hintereinander fehlerfrei aufsagen? Achtung: Beim ersten Fehler geht’s von vorne los… Man findet natürlich online jede Menge virelangues, z.B. hier (externer Link)

Ihnen und Ihren Schüler:innen wünsche ich einen leichten und humorvollen Start ins neue Schuljahr!

Ruth Kruse-Helming ist Französischlehrerin an einer Realschule und für den Klett-Verlag als Autorin, Beraterin und Referentin tätig.

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2 Kommentare

  1. I. Le Roy 13. August 2025 um 18:33 Uhr - Antworten

    Deux corrections: on dit „pendant les vacances“, dans les vacances est un germanisme. Et l’article correct: un magazine.

    • Redaktion 14. August 2025 um 11:56 Uhr - Antworten

      Merci beaucoup!!!

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