Wenn ich mich mit meinen Schulfreunden treffe, kommt es doch öfter vor, dass wir in Erinnerungen schwelgen. Spannend finde ich, dass wir natürlich alle vieles aus der Schulzeit und den verschiedenen Fächern vergessen haben. Einige Dinge haben sich dann doch alle gemerkt, nämlich die witzigsten Sprüchlein, Rhythmen, Gedichte oder Lieder, die uns unsere Lehrkräfte eingeprägt haben, um uns gewisse Phänomene besser merken zu können. So ist das Thema für den heutigen Blogbeitrag entstanden, und ich werde euch meine Lieblings-Eselsbrücken zeigen.
Bei der Suche nach den besten Merkhilfen ist unserer Kreativität als Lehrkraft keine Grenzen gesetzt, denn was für eine Person wirkt, kann wiederum für jemand anders relativ „zwecklos“ sein. Wir können daher verschiedenste Methoden ausprobieren.
Eselsbrücken für visuelle Lerntypen
Ich selbst bin ein visueller Lerntyp und arbeite daher sehr gerne mit verschiedenen Farben und Formen, um mir Begriffe und Strukturen besser einzuprägen. Oft können Kleinigkeiten eine große Wirkung haben. Wir können Verben, die im Passé composé mit „être“ gebildet werden, immer in der gleichen Farbe schreiben, oder die Steigerungspartikel „plus … que“, „moins … que“ in unterschiedlichen Größen notieren. Wenn ich an die Verneinung im Französischen denke, habe ich heutzutage immer noch automatisch einen Hamburger im Kopf, da die Verneinungspartikel „ne … pas“ wie das Hamburgerbrötchen sind, die das Gemüse (etwaige Pronomen) und das Burger Patty (das Verb) umschließen.
Eselsbrücken für auditive Lerntypen
Für auditive Lerntypen kann eine Melodie oder veränderte Stimmlage eine zusätzliche Unterstützung sein. Die Pronomen „y“ und „en“ verbinden meine Klassen mit einem französischen Esel, der eben nicht „I – A“ macht, sondern „Y – EN“. Stimmt natürlich nicht, aber ein bisschen Humor kann auch dazu beitragen, dass die Lernenden sich Strukturen merken.
Eine weitere Übung, die gut funktioniert, ist es, Adjektive bereits durch die Stimme mit Emotionen oder Betonungen zu verbinden. Auch der Ohrwurm eines einfachen Kinderlieds kann eine gute Eselsbrücke sein, wie zum Beispiel „Tête, épaules genaux et pieds“, oder ein Lied zum Lernen der Zahlen von 1-10.
Eselsbrücken für kinästhetische Lerntypen
Ein bisschen mehr Platz braucht man für die Arbeit mit kinästhetischen Lerntypen, wobei hier oftmals eine kleine Geste oder Berührung ausreicht. Viele Verben können direkt mir ihrer Bedeutung verknüpft werden, wie „se lever“. Wenn die Lernenden beim Aussprechen des Verbs tatsächlich auch aufstehen, gerät es nicht mehr so leicht in Vergessenheit.
Ganz generell gilt bei allen Merkhilfen, dass sie regelmäßig wiederholt werden müssen, damit gewisse Strukturen und Begriffe direkt mit verschiedenen Bewegungen, Farben oder Kontrasten und Geräuschen verknüpft werden. Merkhilfen können aber nicht nur Routinen sein, sondern auch kurze einfache Reime und Phrasen, die sich so leichter im Gedächtnis verankern.
In der Kopiervorlage findet ihr eine Liste mit einigen Klassikern für den Französischunterricht sowie Ideen für Übungen, die die Lernenden dazu anregen, eigene Eselsbrücken zu erstellen.
Viel Spaß beim Schmökern! Schreibt uns gerne in den Kommentaren weitere Merkhilfen, die ihr gerne verwendet, so können wir gemeinsam die Liste erweitern.








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