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Comment fêtes-tu la meilleure époque de l’année? – frankophone Weihnachtstraditionen (mit Arbeitsblatt)

Weihnachtstraditionen in frankophonen Ländern

So schnell vergeht die Zeit und das Jahresende rückt in großen Schritten näher und somit auch die Weihnachtsfeierlichkeiten. Die ersten Adventtage sind meist sowohl für die Schüler:innen als auch für uns nicht wirklich besinnlich, da noch viele Prüfungen und administrative Themen anstehen. Um euch trotzdem schon ein bisschen in Weihnachtsstimmung zu bringen, möchte ich euch in diesem Blogeintrag über verschiedene Weihnachtstraditionen in einigen frankophonen Ländern erzählen. Zudem gibt es auch eine mögliche Weihnachtsstunde als Kopiervorlage dazu!

Adventskalender, Weihnachtsbaum und Weihnachtsmärkte sind nur einige der vielen Weihnachtsklassiker, denen sowohl in Deutschland als auch in Frankreich jedes Jahr wieder mit großer Freude entgegengefiebert wird. Wie wird allerdings in anderen frankophonen Ländern Weihnachten gefeiert? Welche Länder überraschen uns mit ihren Traditionen?

Weihnachten in Belgien

Ein traditionelles belgisches Weihnachtsfest hat viele Ähnlichkeiten mit den französischen Weihnachtsbräuchen. Es werden Weihnachtsbäume geschmückt, Weihnachtsmärkte besucht, Krippenspiele veranstaltet und auch das Weihnachtsessen wird von den französischen Nachbarn beeinflusst. In vielen Haushalten wird traditionell gefüllte Pute gegessen. Allerdings gibt es zu Weihnachten keine Geschenke. Besser gesagt, keine großen Geschenke mehr, da in Belgien die Bescherung bereits in der Nacht vom fünften Dezember stattfindet. Anstelle des Weihnachtsmannes bringt in Belgien der „Saint Nicolas“ die Geschenke. Er reitet gemeinsam mit seinem Helfer dem „schwarzen Peter“ durch die Stadt und verteilt seine Gaben.

Noël en Belgique (externer Link)

Weihnachten in Québec

Verschneite Winterlandschaften, Weihnachtsmärkte, Schlitten fahren und heiße Schokolade. Québec verfügt über die idealen Bedingungen für ein idyllisches Weihnachtsfest und diese werden auch genützt. Die ganze Stadt funkelt im Lichtermeer und trotz frostiger Temperaturen von bis zu -20 Grad, werden eine Vielzahl von Aktivitäten organisiert. Eine für uns etwas ungewöhnliche Tradition ist der „Défilé du Père Noël“, welcher bereits Mitte November stattfindet. Mit einer riesigen Parade und verschiedenen winterlich dekorierten Wagonen wird die Ankunft des Weihnachtsmannes gefeiert und die Weihnachtszeit feierlich eröffnet.

Eine weitere lustige Tradition für die Kinder ist die „Weihnachtselfen-Jagd“. Um zu verhindern, dass die Weihnachtselfen den Kindern in der Adventszeit Streiche spielen, werden kreative Fallen gebastelt, wie zum Beispiel Marmelade an der Kühlschranktür, Wegsperren aus Toilettenpapier, etc.. Wird tatsächlich ein Elf gefangen, muss dieser aber am 24. Dezember freigelassen werden, damit er dem Weihnachtsmann bei der Arbeit helfen kann.

Weihnachten auf Martinique

Wer nun aber meint, dass Weihnachten nur bei kühlen Temperaturen gefeiert wird, der irrt sich. Denn auch in der frankophonen Karibik wird die Weihnachtszeit freudig erwartet. Auf der Insel Martinique kann man zu Weihnachten nicht nur zum Trommelrhythmus tanzen, sondern auch wunderschöne Weihnachtsmärkte besuchen, oder sein Haus für den jährlichen „Concours de maisons illuminées“ in Schale werfen. Solltet ihr also Weihnachten unter Palmen verbringen wollen, empfehlen wir eine Reise auf die Antillen, um dort den berühmten Kokospunsch zu verkosten.

Noël en Martinique (externer Link)

Weihnachten an der Elfenbeinküste

Auch die Elfenbeinküste überrascht uns mit ihren Weihnachtstraditionen, denn Weihnachten ist dort eines der drei wichtigsten Feierlichkeiten des Kalenderjahres. Weihnachten ist an der Elfenbeinküste ein Fest für alle. Es wird gemeinsam gekocht und gefeiert und die Kinder bekommen kleine Geschenke. Später treffen sich viele Erwachsene in den „Maquis“ (=Restaurant/Bar), um dort gemeinsam anzustoßen. Auch der französische Einfluss macht sich in vielen Haushalten bemerkbar, da es gar nicht unüblich ist, als Nachtisch eine traditionelle „Bûche de Noël“ zu essem.

Im Fokus der Weihnachtszeit steht auf der Elfenbeinküste aber vor allem „Solidarität“. Mithilfe von Spenden wird dafür gesorgt, dass keiner auf Weihnachten verzichten muss.

Noël en côte d’Ivoire (externer Link)

Mit dieser schönen Tradition kommt auch der Blogeintrag zu seinem Ende und ich wünsche euch abschließend eine wunderschöne und erholsame Adventszeit!

Ich bin Luisa, begeisterte Fremdsprachenlehrerin. Ich habe Spanisch und Französisch auf Lehramt an der Universität Wien studiert und dort auch mein Referendariat gemacht und anschließend meine ersten Unterrichtserfahrungen gesammelt. Derzeit lebe ich allerdings in Chiclana de la Frontera und unterrichte hier in Andalusien Deutsch an einer bilingualen Sekundarschule.

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