Zeitaufwand/Einsatz
Für die Einheit « L’école pour moi » plante ich drei Doppelstunden ein. Sie ist ab dem zweiten Lernjahr einsetzbar. Ich führte sie in einer 9. Klasse durch.
- Voraussetzungen: Die Lernenden benötigen ein Medium, mit dem sie ein Video aufnehmen können.
- Vorübung: Gefühle pantomimisch durch theatralische Gesten darstellen. Hierfür eignen sich die Lektion 1 in Tous ensemble 3 und das Modul A in Tous ensemble 4.
Einführung
Die Schülerinnen und Schüler schauten sich zunächst das Video von Cyprien « L’école » auf Youtube an (L’école (externer Link). Da das Video auch ohne große Kenntnisse der französischen Sprache gut verständlich ist, bedurfte es keiner vorherigen Einführung. Im Gegenteil, die Lernenden amüsierten sich köstlich über die einzelnen Szenen, da sie sich größtenteils darin wiederfanden. Die Bereitschaft, sich über die kleinen und großen Unannehmlichkeiten in der Schule auszutauschen, war sofort vorhanden. Die Aufgabenstellung lautet nun, ein eigenes Video über die Geschehnisse in der Schule zu drehen.
Aufgabenstellung
Neben den inhaltlichen Aspekten geht es beim zweiten Durchgang des Videos vor allem darum, zu beobachten, wie die einzelnen Stichpunkte in Szene gesetzt wurden:
– Spezieleffekte (Kamera zoomt auf die Situation; Soundeffekte; …)
– Ausdrucksweise (einfache kurze Sätze; stichwortartig; …)
– Aufbau der Miniszenen (blitzlichtartige Aneinanderreihung der Szenen; …)
Diese Aufgabenstellungen wurden innerhalb der Gruppe aufgeteilt. Im weiteren Verlauf überlegten sich die Schüler:innen in Kleingruppen für sie typische Situationen in der Schule und wie sie diese in einem Kurzfilm darstellen könnten. Sie verteilten in der Gruppe die Rollen (u.a. Kameraführung), notierten kurze, schlagwortartige Sätze zu den einzelnen Szenen und was für Utensilien sie dafür benötigten. Ihre Überlegungen hielten sie in einem Filmskript fest.
Durchführung
In der folgenden Doppelstunde starteten die Schülerinnen und Schüler mit den Dreharbeiten. Dabei zeigte sich unabhängig von dem Sprachniveau bei allen eine große Begeisterung. Gekonnt spielten sie die Szenen mit viel Ausdruck, filmten und schnitten sie anschließend zusammen und versahen das Video mit zusätzlichen Soundeffekten, Titeln oder auch einer zusätzlichen Tonspur. Dabei floss die französische Sprache mit einer erstaunlichen Leichtigkeit ein und sowohl die Kreativität als auch der Spaß kamen nicht zu kurz.
Präsentation
In der dritten Doppelstunde benötigten einzelne Gruppen noch etwas Zeit für den letzten Feinschliff des Videos, die ich ihnen gerne gab, denn die Ergebnisse waren originell und äußerst professionell: es entstanden Nachrichtensendungen mit Nachrichtensprecher gemäß der Tagesschau sowie eine Art „Pleiten-Pech-und-Pannen“ Sendung, um nur zwei Beispiele zu nennen. Abschließend präsentierten die Gruppen ihre Videos, die mit entsprechendem Applaus honoriert wurden.
Fazit
Selbst Lernenden, die dem Französischunterricht eher ruhig folgten, setzten sich bei diesem Projekt „in Szene“ und brachten ihre Ideen ein. Alle Schülerinnen und Schüler fanden ihre Rolle (Tontechnik, Kameraführung, Szenenschreiben, …) und sie arbeiteten konstruktiv zusammen, sodass ich lediglich von Zeit zu Zeit den ein oder anderen Tipp gab und seitens der Lernenden viele neue Ideen erhielt.








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