Kompetenzen, die im Leben wichtig sind
Am Freiday arbeiten die Lernenden jede Woche an eigenen Projekten – zu Themen, die sie selbst wählen und die oft mit den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung zu tun haben. Dabei geht es nicht nur um Fachwissen, sondern um die Entwicklung von wichtigen Zukunftskompetenzen: Teamarbeit, kritisches Denken, Recherche, Präsentation und Selbstorganisation.
Interesse und Eigenverantwortung stärken
Am Freiday bieten die Lehrkräfte Projektthemen an und die Lernenden wählen, in welchem Projekt sie mitarbeiten möchten. Die Motivation, die dieses Unterrichtskonzept bei ihnen auslöst, generiert sich aus zwei Bereichen. Zunächst können sie durch die Wahl der Projekte ihren persönlichen Interessen folgen und innerhalb der Projekte werden sie vorwiegend eigenverantwortlich arbeiten. Im Rahmen der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung werden die Projekte zusammengehalten von gemeinsamen Zielen. Solche Ziele können sein:
- anderen Menschen zu helfen
- sich für Umweltschutz und Klima einzusetzen
- sich informieren über wichtige Zusammenhänge unseres Lebens
- Neuem begegnen und Erfahrungen austauschen und weitergeben
- über das Leben in der Zukunft nachdenken
Häufig resultieren daraus Projekte, bei denen Lernende Hilfsprojekte unterstützen entweder durch Geldspenden, die sie erarbeiten oder durch tatkräftige Hilfe vor Ort.
Andere Lehrerrolle
Nach wie vor ist die Lehrperson für das Gelingen des Freiday von großer Bedeutung. Sie gibt nicht nur Input, falls es nötig ist, sie ist vielmehr der erwachsene Begleiter der Lernenden. Eine Person, die Kinder und Jugendliche dringend brauchen. Sie ist die Person, mit der die Arbeitsabläufe besprochen werden, die auf vermeintliche Fehler hinweist, die berät und informiert, wenn es notwendig ist und natürlich unterstützt und ermutigt, wenn mal etwas nicht so gelungen ist, wie geplant.
Kulturen und Sprachen lernen
Fremdsprachen spielen in Freiday-Projekten eine wichtige Rolle. Hier geht es in erster Linie um das Erfahren von Offenheit und Toleranz gegenüber anderen Kulturen und Lebensweisen. In den Projekten können interkulturelle und auch sprachliche Kompetenzen entwickelt werden. Gerade die französische Sprache mit ihrem ausdrucksstarken Kulturraum eignet sich sehr gut, um den Umgang mit Fremdem und neuen Erfahrungen zu gestalten und zu üben. Statt nur Vokabeln und Formen zu pauken, entdecken die Lernenden die französischsprachige Welt auf kreative Weise.
Sie können eigene Podcasts gestalten, französische Musik analysieren, Rezepte aus der Normandie ausprobieren oder mit Jugendlichen aus der Frankophonie Kontakt aufnehmen- ganz im Sinne eines authentischen, interkulturellen Lernens.
Da meine Schule nicht weit von der französischen Grenze entfernt ist, nutze ich die Chance und erkunde mit meinen jüngeren Lernenden die grenznahen Städte. Sie erleben dabei oft zum ersten Mal bewusst eine fremde Stadt. Es gibt dort viel zu erkunden und zu berichten. Die direkte Erfahrung hat den Vorteil, dass solche Erlebnisse auch in Erinnerung bleiben.
Bildung für eine lebendige Zukunft
Freiday Projekte machen das Lernen bedeutungsvoll. Es motiviert Lernende, Verantwortung zu übernehmen und zeigt, wie Schule auf die Welt wirken kann. Ganz nach dem Motto: Wir lernen nicht für Noten- wir lernen, um die Welt zu verstehen und mitzugestalten.
Ausblick
Schaut einfach regelmäßig in den Blog, ich werde in weiteren Beiträgen unsere Erfahrungen mit Euch teilen, Planungshilfen geben, etc.


Hinterlasse einen Kommentar